kleiner Corona-Update

Inzwischen glaube ich, dass jeder mit schon leichten Symptomen sich um einen Test bemühen sollte. Offenbar haben die Labore in Deutschland durchaus noch Kapazität. Und die Produktion von Tests, auch von deutlich schnelleren, rollt an.

Beispielsweise schrieb heise.de gestern etwas über einen Test, der noch in Entwicklung ist, von der Firma „Digital Diagnostics AG“. Der kostet etwa 100 Euro und liefert ein Resultat innerhalb von 10 Minuten (inklusive Abstrich etc), einsetzbar von Sanitätskräften. Das Resultat geht direkt anonym in eine zentrale Datenbank. Soll irgendwann im Mai genehmigungsfähig sein.

Auch sonst rollt die Produktion an – Schutzmasken, Beatmungsgeräte und so weiter.

Was der beste Weg ist, wird sich zeigen – wie in allen Bereichen finde ich auch hier eine Wettbewerbssituation gut, weil man nur so herausfinden kann, was am besten funktioniert. Leider scheitert das noch oft daran, dass jedes Land meint, es besser zu wissen, eine spezielle Situation zu haben oder das Leben der eigenen Bürger höher bewertet als das anderer (was aus meiner Sicht tatsächlich alle Länder tun), und Erfahrungen anderer ignoriert. Ein uraltes Problem: NIH – Not Invented Here

Automatisch meinem und anderen Blogs folgen

  1. auf dem Handy die App „Aggregator“ installieren oder irgend eine andere, die RSS-Feeds lesen kann. Die folgende Anleitung gilt für „Aggregator“
  2. über das Menü und das Plus-Zeichen eine neue Quelle hinzufügen
  3. als URL „rohdewald.de“ eingeben und suchen
  4.  den ersten Eintrag „Feed“ auswählen und auf Wunsch auch den zweiten für Kommentare

Weitere interessante Quellen sind handelsblatt.com, slashdot.org für Nerds, bbk.bund.de für Warnungen vom Bund, heise.de für Computer und Software und sicher noch viele andere

Auch die NZZ bietet RSS-Feeds an, aber nicht ganz so einfach. Eine Übersicht findet sich hier:Feeds NZZ

Die dort angegebenen Links kann man dann in Aggregator eingeben, entweder kopieren oder eintippen, z.B. nzz.ch/wissenschaft.rss oder nzz.ch/recent.rss

Wie man die Anzahl der Immunen schneller und sicherer erhöhen könnte

Man könnte sich überlegen, ob es vielleicht sinnvoll wäre, dass sich diejenigen mit dem kleinsten Todesrisiko möglichst schnell anstecken. Bei den bis zu 30-Jährigen liegt das Todesrisiko laut dem Report vom Imperial College bei etwa 5 auf 10’000. Das würde die Anzahl der immunen Menschen relativ schnell mit einer relativ kleinen Belastung für das Gesundheitssystem erhöhen.

Das bedingt aber auch einen ganz besonders starken Schutz für Alte und Kranke.

Zu diesem Gedanken habe ich noch nichts Offizielles gefunden, der ist original von mir und darum wahrscheinlich Quatsch. Manche könnten das auch als zynisch empfinden. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ich ja auch schon 59 Jahre alt bin.

Ich erwarte auch irgendwann einen amtlichen Nachweis, der bestätigt, dass man Abwehrkörper hat. Damit kann man sich dann freier bewegen. Das würde der Wirtschaft und damit allen enorm helfen.

Simulator der Uni Basel

Bei der  Uni Basel kann man eine Simulation ausführen. Das ist alles englisch. Einfache Anleitung:

  1. Population Germany
  2. bei Mitigation eine Variante wählen, die sagt, wie sehr die Verbreitung bekämpft wird. 1,0 ist gar keine Bekämpfung, 0,0 ist die vollständige Unterdrückung aller Übertragungen. Realistisch ist „moderate mitigation“
  3. rechts den Knopf „Run“ drücken

Log scale verwendet eine logarithmische Skala, damit man das besser sieht. Wenn man das ausschaltet, ist es eine lineare Skala. Damit spielen! Wenn die Skala logarithmisch ist, bitte auch die absoluten Zahlen ansehen. Dazu mit der Maus über die Kurven fahren. Dann sieht man erst, wie massiv die Intensivstationen überlastet sind (bis zu 15fach, was etwa dem Resultat der Londoner entspricht).

Die Kurven:

  • grün sind die Gesundeten
  • hellblau sind die, die sich noch nicht angesteckt  haben
  • gelb sind bestätigte Infektionen der letzten 3 Tage
  • grau sind alle bestätigten Infektionen
  • helles lila sind alle bestätigten Toten
  • rot sind alle auf Intensivstation (Intensive Care Unit)
  • dunkles lila zeigt die Überlastung der Intensivstationen

Mit der Maus über die Grafik fahren zeigt die konkret geschätzten Werte.

Interessant ist der riesige Unterschied zwischen der moderaten und der starken Ausbreitungsbekämpfung.

Corona – Update

Nun ist eine Woche vergangen, und wir sind alle etwas schlauer.

In Deutschland bekommt man zwar in den Medien viele Warnungen, aber leider nur sehr wenig Erklärungen. Und es wird auch von Politikern oft Quatsch verbreitet. Heute zum Beispiel sagte einer im Fernsehen, nach einem positiven Testresultat sei Quarantäne angesagt. Womit er automatisch auch sagt, dass sie vorher nicht nötig ist, auch wenn man Symptome hat. Was aber grundfalsch ist. Richtigerweise hätte er sagen müssen, dass schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung strengste Quarantäne nötig ist.

Extrem unangebracht fand ich auch, als Herr Seehofer meinte, es sei geplant, dass nur Deutsche Staatsbürger einreisen dürfen. Als ein Reporter fragte, was mit Ausländern mit Aufenthaltstiteln ist, war er noch nicht einmal imstande, seinen Fehler zu korrigieren, er hat das Wort weitergegeben. Und der nächste konnte auch keine klare Antwort geben – ich glaube, er sagte „Wir sehen uns das an“. In diesen Zeiten sind solche Diskriminierungen extrem daneben. Es geht jetzt ums Zusammenhalten und nicht um die Spaltung der Gesellschaft.

Darum nun dieses. Natürlich sind alle Prognosen schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen …

Impfstoffe kommen zu spät

Ein Impfstoff kommt frühestens in 12 Monaten. Es gehen zwar jetzt schon welche in die Tests an Menschen (bei Schwererkrankten in China), aber es geht um eine ganz neue Klasse von Wirkstoffen. Damit sollen Gesunde geimpft werden, und wenn es da wesentliche Nebeneffekte gäbe, wäre das eine Katastrophe – weil sich dann zukünftig noch viel weniger Menschen impfen lassen würden. Darum kann es nicht schneller gehen. Außer in China und vergleichbaren Ländern, aber das hilft uns nicht.

Wenn es dann einen Impfstoff gibt, heißt das noch lange nicht, dass man ihn auch bekommt. Es zeichnet sich jetzt schon ab, dass manche Länder, in denen geforscht wird, den Impfstoff erst dann exportieren, wenn im eigenen Land alle versorgt sind. Deutschland ist aber in der Forschung sehr weit vorne. Stichworte CureVac, Trump, Biontec, New York Times, aber es gibt in der Richtung noch mehr.

Zeitlicher Verlauf der Pandemie ist steuerbar

Man weiß, dass mindestens 60% der Bevölkerung immun sein müssen, um größere neue Ausbrüche zu vermeiden. Die Frage ist, wie schnell man auf diese 60% kommt, solange es keine Impfung gibt. Das geht nur durch Infektionen. Also müssen etwa zwei Drittel der Bevölkerung sich anstecken, bevor Corona ihren Schrecken verliert!

Die große Frage ist nun, wie man den zeitlichen Verlauf gestaltet. Die meisten Regierungen versuchen, den so in die Länge zu ziehen, dass das Gesundheitssystem möglichst nie überlastet ist. Je stärker überlastet, desto mehr Tote.

In den Zeitungen gibt es schöne Grafiken mit zwei oder mehr unterschiedlichen Verlaufskurven. Da ist oft die Kapazität des Gesundheitssystems als waagerechte Linie eingezeichnet. Das ist nicht ganz richtig, die Kapazität steigt. Es wird ja viel vorbereitet. Aber wie der unten erwähnte Report auf Seite 8 zeigt, wird jedes Gesundheitssystem dermaßen überfordert sein, dass jede Steigerung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Laut dem Report bestenfalls um das 8fache in England und USA, es kann also nur einer von 8 vernünftig behandelt werden, oder alle 8 nur ein bisschen.

Der aktuelle Report  vom Imperial College London, das auch die britische Regierung berät, veröffentlicht diesen Montag, sagt zu den Infizierten: Bei 40-49-Jährigen sterben 6 von Tausend, bei über 80-Jährigen sterben 93 von Tausend, also 15mal so viele. Unter der Annahme, dass alle im Krankenhaus behandelt werden, was nicht möglich sein wird! Von den vorbelasteten Menschen (z.B. COPD, Diabetes, Bluthochdruck) werden sehr viel mehr sterben.

Aus diesem Report ergibt sich für die USA: Wenn man nichts tun würde, würden sich dort 80% infizieren. Es gäbe in 3 Monaten gegen 4 Millionen Tote, darunter 8-15% aller über 70 Jahre alten. Wird hier diskutiert: Slashdot

Wenn die Verbreitung völlig unterbrochen werden könnte, wäre das optimal, aber das ist in einer offenen Gesellschaft wie in Europa oder USA völlig unmöglich.

Also bleibt nur, die Verbreitung zu verlangsamen. Und das geht nur, indem man soziale Kontakte ganz massiv reduziert. Auch wenn man sich selber für ungefährdet hält. Was ich vor einer Woche ja auch schon schrieb.

Die Kehrseite: Je mehr man den Verlauf in die Länge ziehen will, desto einschneidender und gleichzeitig länger müssen die Beschränkungen sein. Noch werden die Beschränkungen von vielen gar nicht eingehalten. Es wird auch mit der Zeit immer mehr geben, die damit nicht zurecht kommen und sie dann nicht mehr einhalten. Es wird immer mehr Geldprobleme und  Arbeitslose geben, das Risiko massiver sozialer Unruhen wird stark zunehmen., vor allem in Ländern mit schwachen Sozialsystemen. Es wird eine massive Rezession geben, wie wir sie seit Jahrzehnten nicht mehr hatten. Wie schnell sich die Wirtschaft danach erholen wird, ist ganz ungewiss. Weniger Wohlstand und mehr Unruhen bedeuten auch wieder weniger Lebenserwartung.

Wie lange dauert das?

Der oben genannte Report zeigt verschiedene Kurven, je nach Maßnahmenpaket. Für England ist der Höhepunkt ungefähr Mitte Mai, in den USA Anfang Juni, und die Kapazitäten vom Gesundheitswesen werden bis Mitte Juli überfordert sein.

Was tun, wenn man Symptome hat?

Die Unterschiede zum Schnupfen und zur Grippe sind zu Beginn minimal. Bei Corona kann, muss aber nicht, Atemnot hinzukommen. Darum besteht bei jeder Erkältung Corona-Verdacht, und Quarantäne ist angesagt. Möglichst strikt, so weit wie die persönlichen Verhältnisse das erlauben. Nur wenn das nicht geht, wenn man nicht zu Hause bleiben kann, sollte man sich testen lassen.

Wenn  Atemnot, schnelles und flaches Atmen oder andere ungewöhnliche Effekte auftreten, sollte man den Arzt anrufen. Vorher nur, wenn man einen Test braucht. Je älter man ist, desto eher kann es passieren, dass der Arzt gar nichts tun wird außer der Empfehlung, strengste Quarantäne zu Hause einzuhalten. Das Gesundheitssystem wird nicht mehr alle behandeln können, siehe oben. In Italien ist das schon lange Realität, in Frankreich auch.

Ein Test ist dann nötig, wenn der Arzt vor der Entscheidung steht, ob man ins Krankenhaus soll. Vorher hat das Resultat keinen Einfluss auf die Behandlung. Und man nimmt mit dem eigenen Test anderen Leuten die Möglichkeit, getestet zu werden, bei denen es wichtiger ist, z.B. alle im Gesundheitswesen – ausreichend Testmittel wird es frühestens in Monaten geben.

Ich wünsche allen alles Gute!

Corona

Der Virus wird wahrscheinlich von selber auslaufen, wenn es im Mai wärmer wird. Aber in den nächsten Wochen verbreitet er sich rasant, in Deutschland verdoppeln sich die Fälle aktuell alle 2 Tage. Das bedeutet, dass sich die Fälle nach 20 Tagen schon verTAUSENDfacht haben.

Genau darum ist es EXTREM wichtig, jetzt und heute Kontakte zu reduzieren. Jeder einzelne vermiedene Kontakt hilft. Geburtstagsfeiern, Stammtische, Mitgliederversammlungen sind eine ganz, ganz schlechte Idee.

Jede einzelne Ansteckung, die heute vermieden wird, kann die Ansteckung von Tausenden anderen vermeiden.

Ob man sich selber gefährdet fühlt oder nicht, spielt  überhaupt keine Rolle.

Jeder, der das Risiko einer Ansteckung für sich selber akzeptiert, spielt mit dem Leben vieler anderer!

 

Rennrad am Gardasee

Wir sind hier – in Sirmione – im Februar 2020 für 2 Wochen. Abgesehen von 2 Tagen ohne Sonne war das Wetter immer schön. Immer  10-15 Grad im Schatten. Natürlich gibt es in der Poebene und an den Seen gerne Nebel, der aber meistens weggeht. Bei Sturm sowieso, und der kann hier sehr plötzlich kommen, auch wenn die Wetterdienste nichts gesagt haben. Zum Beispiel heute Abend.

Auch im Februar ist am Wochenende hier die Hölle los – die Straßen sind voll von Italienern, die meisten eher jung, und der Rennradverkehr ist im Februar mit Mallorca durchaus vergleichbar. Aber während der Woche sind die Straßen recht leer. So oder so – die italienischen Autofahrer kommen gut mit den Radfahrern zurecht. Es wird selten eng überholt.

Der Klassiker ist natürlich, rund um den Gardasee zu fahren. Allerdings hat man auf der Westseite sehr viele Tunnel, zum Teil auch recht enge. Aber es gibt auch sehr viele schöne Straßen im flachen Hinterland und in den Hügeln rechts und links. Die Belagqualität ist meistens absolut ausreichend. Verkehrsreichere Straßen sind meistens breiter als bei uns, und man kann fast konstant ganz rechts fahren, der Belag ist bis zum Rand OK. Es war aber doch gut, dass der Rennradverleiher (Specialized Roubaix für 30€ pro Tag) nur auf 6,5 Bar gepumpt hat. Für die Nebenstraßen. Ein eigenes Rad habe ich nicht dabei, weil nicht wusste, ob der Husten überhaupt rechtzeitig weggeht. Aber nach 4 Wochen scheint er nun doch vorbei zu sein.

Ich bin heute von Sirmione aus ins Etschtal (in Deutschland besser bekannt als Brennerautobahntal) bis auf die Höhe vom oberen Ende des Gardasees und dann selbigem entlang zurück. Etwa 150 Kilometer. Leider falsch herum. Im Etschtal leichter Gegenwind, am ganzen See kräftiger Gegenwind. Offenbar fahren die Kenner umgekehrt. Der Etschtalradweg ist für gemütliche Fernfahrer eine tolle Sache – von Verona bis Landeck. Aber er ist doch recht verwinkelt, und daneben läuft im Etschtal eine Provinzstraße mit sehr wenig Verkehr (wie gesagt – im Februar).

 

 

Felix leisergelegt

2015 wurde er uns dann doch auf Dauer zu laut. Was aber nicht am Auto lag, sondern an uns. Also

  1. vorne alles soweit ausgebaut, dass zwischen Innenraum und Motorraum nur noch Metall war
  2. alles mit Antidröhnmatten beklebt (Terodem SP300 von Teroson). Das ist eine Mischung aus Teer und Kunststoff, wir haben insgesamt etwa 20kg verbaut
  3. vorne den ganzen Fußboden aufgemacht und auch alles mit Dämmmaterial belegt. Danach ein Loch in die Fußmatte geschnitten, damit der Kickdown auch mit dem höheren Boden noch geht (es ist ein Automat). Insbesondere auch das Loch im Boden, wo der Automatik-Knüppel (ein passenderes Wort fällt mir nicht ein) durchgeht, gut zugemacht
  4. nun waren plötzlich Fahrer- und die Beifahrertür so laut. Also auch die auseinandergebaut und mit Antidröhn ausgeklebt
  5. dann war die Schiebetür das Lauteste, also ebenso. Und auch gleich die gegenüberliegende Wand
  6. nun war das Lauteste der Wind an Fahrer- und Beifahrertür, also zusätzliche Dichtgummis eingebaut

Jetzt ist er geschätzt so leise wie ein Sprinter Baujahr 2010, ein Riesenunterschied!

Alles überklebt, auch von vorne. Dämmplatten kamen auch unter den Fußboden und auch das Loch vom Automatik-Hebel, der direkt bis zum Getriebe geht, wurde gedämmt

 

Das mit den Kabeln ist gar nicht so schlimm – Mercedes verwendet für alles unterschiedliche Stecker

 

Auch diese Flächen haben ganz schön gedröhnt