Rennrad am Gardasee

Wir sind hier – in Sirmione – im Februar 2020 für 2 Wochen. Abgesehen von 2 Tagen ohne Sonne war das Wetter immer schön. Immer  10-15 Grad im Schatten. Natürlich gibt es in der Poebene und an den Seen gerne Nebel, der aber meistens weggeht. Bei Sturm sowieso, und der kann hier sehr plötzlich kommen, auch wenn die Wetterdienste nichts gesagt haben. Zum Beispiel heute Abend.

Auch im Februar ist am Wochenende hier die Hölle los – die Straßen sind voll von Italienern, die meisten eher jung, und der Rennradverkehr ist im Februar mit Mallorca durchaus vergleichbar. Aber während der Woche sind die Straßen recht leer. So oder so – die italienischen Autofahrer kommen gut mit den Radfahrern zurecht. Es wird selten eng überholt.

Der Klassiker ist natürlich, rund um den Gardasee zu fahren. Allerdings hat man auf der Westseite sehr viele Tunnel, zum Teil auch recht enge. Aber es gibt auch sehr viele schöne Straßen im flachen Hinterland und in den Hügeln rechts und links. Die Belagqualität ist meistens absolut ausreichend. Verkehrsreichere Straßen sind meistens breiter als bei uns, und man kann fast konstant ganz rechts fahren, der Belag ist bis zum Rand OK. Es war aber doch gut, dass der Rennradverleiher (Specialized Roubaix für 30€ pro Tag) nur auf 6,5 Bar gepumpt hat. Für die Nebenstraßen. Ein eigenes Rad habe ich nicht dabei, weil nicht wusste, ob der Husten überhaupt rechtzeitig weggeht. Aber nach 4 Wochen scheint er nun doch vorbei zu sein.

Ich bin heute von Sirmione aus ins Etschtal (in Deutschland besser bekannt als Brennerautobahntal) bis auf die Höhe vom oberen Ende des Gardasees und dann selbigem entlang zurück. Etwa 150 Kilometer. Leider falsch herum. Im Etschtal leichter Gegenwind, am ganzen See kräftiger Gegenwind. Offenbar fahren die Kenner umgekehrt. Der Etschtalradweg ist für gemütliche Fernfahrer eine tolle Sache – von Verona bis Landeck. Aber er ist doch recht verwinkelt, und daneben läuft im Etschtal eine Provinzstraße mit sehr wenig Verkehr (wie gesagt – im Februar).

 

 

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