Und schon ist es wieder vorbei

Leider habe ich schon nach etwa 30 Stunden, einigen Bergen und 300 Kilometern gedacht, dass ich doch nicht will. Ich kann mich einfach nicht mehr so motivieren wie noch vor ein paar Jahren, bin ja nun auch schon 60. Gegangen wäre es sicher, aber mit viel Quälerei, die ich diesmal nicht haben wollte.

Weil meine Frau und unsere Freunde noch einigermaßen in der Nähe waren, haben sie mich dann in Slowenien abgeholt, und wir sind mit ein paar Zwischenhalts nach Hause gefahren.

Das war auch das erste Mal, dass unser Wohnmobil 4 Reisende an Bord hatte. Dazu haben wir vorher alles rausgeworfen, was nicht dringend nötig war, und blieben damit ganz knapp unter den erlaubten 3500kg. In Deutschland kein Problem, da gibt es 5% Toleranz, aber in Österreich bedeutet schon ein Kilo zu viel jede Menge Geld, Zeit und Ärger.

Es geht auch zu viert – zwei haben im Zelt geschlafen – aber für längere Reisen doch eher suboptimal.

2 Gedanken zu „Und schon ist es wieder vorbei“

  1. Hallo Wolfgang,
    eine ästhetisch sehr ansprechende Seite , die du da pflegst.
    Ich finde es sehr beeindruckend, was du alles gefahren bist und noch fährst. Viele deiner Fahrten (Mille miglia, nordkap4000….) sind auf meiner Wunsch- und Traumliste.
    Dabei bedeuten neben den üblichen Bedenken auch die organisatorischen Leckerbissen eine enorme Schwierigkeit. (Familie, Beruf…)
    Am meisten jedoch macht mir mein Alter zu schaffen. ich bin jetzt 49 Jahre und lese in einem deiner Beiträge, dass du dich nicht mehr „wie früher“ motivieren kannst, schliesslich bist du schon 60. Sapperlot, da staune ich und es macht mir natürlich auch Mut.
    Vielleicht ist es auch einfach der erste Moment meines Lebens, in dem ich das Alter fühle.
    Also ich fürchte einfach, zwischen all den 30jährigen bei einer Veranstaltung wie dem Nordkap4000 einfach unterzugehen und mich im besten Fall als Besenwagen zu qualifizieren.
    Daher frage ich mich: Hast du eine professionelle Vergangenheit, eine ambitionierte Vergangenheit als Sportler auf dem großen Parkett? Das sind ja schliesslich enorme Leistungen.
    Verzeih, dass ich dich mit meiner – wohl doch – Midlife-Crisis belästige, aber vielleicht kennst du das ja auch und weisst einen sportlichen Ausweg aus dem Dilemma.

    Ich wünsche dir alles Gute für dieses Jahr, viele schöne Radkilometer und beste Zeiten beim Campen.

    Herzliche Grüße,,,,martin

    1. Hallo Martin, leider habe ich deinen Kommentar erst jetzt gesehen.

      Nein, außer Radfahren und gelegentlichen Fitnessclub habe ich nie irgendwelchen Sport getrieben, und auch das meistens alleine zum Ausgleich. Ich fahre also schon mein ganzes Leben viel Rad, aber erst seit 2011 mit dem Rennrad und erst seit 2014 Brevets. Aktuelle findest du auf https://www.audax-randonneure.de/. Wenn man nicht zu schnell fährt und mit den kürzeren Strecken anfängt, ist der Einstieg gar nicht so schwer.

      Das Durchschnittsalter der Randonneure (Leute, die solche Brevets fahren) liegt bei etwa 50 Jahren, wobei es wohl eher leicht sinkt. Aber es gibt auch 80jährige, die immer noch Strecken bis 1200km schaffen. Auch beim Nordkapp waren viele älter als ich.

      Letztendlich ist es vor allem eine Kopfsache – nicht aufgeben zu wollen und auch die Lust am Training nicht zu verlieren. Als kleine Hilfe habe ich seit vorgestern einen Hometrainer und mache bei Zwift mit. Mal sehen, was daraus wird.

      Ich wünsche dir viel Erfolg, und probiere es einfach mal aus! In Deutschland beginnen die ersten Brevets im März, in Holland wird auch im Winter gefahren. Was ich sehr empfehlen kann – Radfahren ist in Holland viel stressfreier.

      Herzliche Grüße, Wolfgang

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